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Die schwierigste Seite der Rekrutierung im Life-Sciences-Bereich

Recruiting-Trends

May 23, 2019 • By Olivier Safir

Startseite/Blog/Die schwierigste Seite der Rekrutierung im Life-Sciences-Bereich

Table of Contents

  • Der globale Fachkräftemangel
  • Ergänzende Kompetenzen als Innovationstreiber
  • Bildungsstrategien gezielt ausrichten

Table of Contents

  • Der globale Fachkräftemangel
  • Ergänzende Kompetenzen als Innovationstreiber
  • Bildungsstrategien gezielt ausrichten

Der rasante Wandel in der Life-Sciences-Branche hat ein äußerst fruchtbares Umfeld geschaffen, in dem herausragende wissenschaftliche und klinische Fachkräfte wesentliche Fortschritte in Medizin, Gesundheitswesen und Biotechnologie erzielen können. Doch gerade diese Dynamik macht deutlich, dass sich kaum vorhersagen lässt, wohin die Reise führt.

Für Recruiter gilt ein tiefes Verständnis der eigenen Nische gemeinhin als entscheidender Erfolgsfaktor. Doch unabhängig von der Branche dreht sich Recruiting im Kern immer um Menschen. Wer ein Talent dafür hat, echte Verbindungen zu Menschen aufzubauen – ihre Hoffnungen und Ängste zu verstehen, ihre Herausforderungen, Erfolge und Schwächen –, der legt damit das eigentliche Fundament für seinen Erfolg. Diese zwischenmenschlichen Fähigkeiten sind unverzichtbar, während vieles andere – darunter auch die hochspezialisierte Fachsprache der Life Sciences – erlernt werden kann.

Der globale Fachkräftemangel

Das eigentliche Problem bei der Personalgewinnung im Life-Sciences-Bereich ist wohl der weltweite Fachkräftemangel. In einem so schnell wachsenden Sektor wird dieser Engpass selbst für die erfahrensten Recruiter zunehmend zur Herausforderung. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem, und viele Recruiter greifen zu überzeugenden Methoden, um Top-Talente von einem Unternehmen abzuwerben und sie bei einem anderen zu platzieren.

Das gleicht jedoch dem sprichwörtlichen Kampf gegen Windmühlen: Für jede besetzte Stelle entstehen zehn neue offene Positionen – und diese Zahl wächst täglich. Wenn es unserem Bildungssystem nicht gelingt, deutlich mehr Wissenschaftler, Ingenieure und andere Fachkräfte hervorzubringen, wird dieser Trend den Fortschritt weiter bremsen und möglicherweise unsere Möglichkeiten einschränken, neue Therapien und klinische Methoden zu entwickeln.

Ergänzende Kompetenzen als Innovationstreiber

Während neue Innovationen in der Gentherapie, der Pharmakologie und der Biotechnologie die Aussicht auf eine bessere Zukunft bieten, werden die Anforderungen weiter steigen – doch nicht alle davon sind wissenschaftlicher Natur.

Auch wenn wissenschaftliche Durchbrüche die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen, stellen die Menschen im Hintergrund – diejenigen, die Forschungsprozesse ermöglichen und die Grundlagen für die eigentliche Arbeit schaffen – den weitaus größten Teil des Bedarfs.

Für Recruiter im Life-Sciences-Bereich mag die Aufgabe bisweilen unendlich und wenig dankbar erscheinen. Zum Glück gibt es jedoch viele Talente, die zwar keine direkte Erfahrung mit den gesuchten Fachpositionen mitbringen, aber über komplementäre Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die einen echten Mehrwert schaffen – nicht zuletzt durch die vielfältigen Perspektiven, die sie bei der Lösung komplexer Probleme einbringen. Steve Arkinstall, CEO von Elstar Therapeutics, ist beispielsweise der Ansicht, dass sich nahezu jedes Fachgebiet der Biologie auf die Arzneimittelentwicklung anwenden lässt.

Dabei sind einige der gefragtesten Kompetenzen im Life-Sciences-Sektor gar nicht wissenschaftlicher Natur. Personen mit Erfahrung im In-Licensing oder mit ausgeprägtem Talent für Kooperationsmanagement sind stets sehr gefragt. Viele der am schnellsten wachsenden Unternehmen müssen sich in neuen Märkten etablieren – und selbst kleinere Fehler können dabei den gesamten Prozess gefährden.

Wer die lokale Unternehmenskultur kennt und sich im regulatorischen Umfeld des jeweiligen Marktes sicher bewegt, ist für den Erfolg solcher Unternehmen von entscheidender Bedeutung.

Bildungsstrategien gezielt ausrichten

Die Kombination verschiedener Kompetenzen kann auch Teil einer gezielten Bildungsstrategie sein. Interdisziplinäre Studiengänge sind keineswegs ungewöhnlich, doch ein pragmatischer Ansatz ist dabei wichtig. Aileen Alsop von AstraZeneca empfiehlt Naturwissenschaftsstudierenden, zunächst praktische Erfahrungen zu sammeln, bevor sie sich betriebswirtschaftlichen oder finanzwirtschaftlichen Themen zuwenden. Sie rät außerdem zu einem klar ausgerichteten Erststudium gegenüber einer Kombination mehrerer Hauptfächer. Ein reiner Chemieabschluss, so Alsop, eröffne einem Kandidaten mehr Möglichkeiten als ein verwässertes Kombinationsstudium mit Finanzanteilen. „Wer später Finanzwissen ergänzen möchte, kann das jederzeit nachholen."

Das bedeutet jedoch nicht, dass ein betriebswirtschaftlicher Hintergrund in Kombination mit einem naturwissenschaftlichen Abschluss keinen Mehrwert bietet. Es besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Fachkräften, die neben ihrem wissenschaftlichen Profil auch Kenntnisse in Marketing, Vertrieb oder Projektmanagement mitbringen. Auch Personen mit naturwissenschaftsnahen Fähigkeiten aus angrenzenden Bereichen wie Informatik, Physik, Ingenieurwissenschaften oder Mathematik können in der Pharma- oder Biotechbranche vielversprechende Karrierewege einschlagen – und der Bedarf an solchen Spezialisten wird weiter zunehmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Komplexität und die Herausforderungen der Personalgewinnung im Life-Sciences-Bereich lassen sich – wie viele andere Probleme auch – mit etwas kreativem Denken bewältigen. Wenn Sie offene Positionen im Life-Sciences-Bereich zu besetzen haben, unterstützen wir Sie gerne. Nehmen Sie noch heute Kontakt auf und vereinbaren Sie ein erstes Gespräch. Der schwierigste Schritt ist bereits getan.

Olivier Safir

Autor dieses Artikels

Olivier Safir

CEO von Pact & Partners

Als CEO von Pact & Partners unterstützt Olivier internationale Unternehmen beim Aufbau der US-Führungsteams, die ihr Wachstum vorantreiben.

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