
May 17, 2018 • By Olivier Safir
Der aktuelle Fachkräftemangel sorgt im Life-Sciences-Bereich für ein äußerst kreatives Recruiting-Umfeld. Da offene Stellen die Zahl der verfügbaren Kandidaten bei Weitem übersteigen, ist der Wettbewerb intensiv. Die Fachkräfte haben scheinbar alle Trümpfe in der Hand – wer auf Führungsebene einstellen möchte, muss daher Wege finden, sich von anderen Unternehmen abzuheben.
Social Media ist ein wirkungsvolles Instrument in Ihrem Recruiting-Repertoire – sowohl für die Ansprache potenzieller Kandidaten als auch für die Gewinnung neuer Kunden.
LinkedIn hat sich dabei zu einer Art Gradmesser entwickelt und ist häufig der erste Berührungspunkt zwischen Ihnen und einem potenziellen Unternehmen. Laut dem Global Recruiting Trends Report 2017 von LinkedIn Talent Solutions stammen 40 % der qualifizierten Neueinstellungen aus Social Media – ein Wert, der sich in etwa gleichmäßig auf Empfehlungen und Drittanbieter-Websites verteilt. Bereits 2016 nutzten ganze 84 % der Unternehmen Social Media aktiv für ihr Recruiting.
Vor diesem Hintergrund muss das LinkedIn-Profil Ihres Unternehmens – ebenso wie das Ihrer Recruiter – auffällig, markant und unverwechselbar genug sein, um die Aufmerksamkeit der Menschen und Unternehmen zu gewinnen, mit denen Sie zusammenarbeiten möchten.
Ein Profil zu haben allein reicht nicht aus. Es sollte durchdacht und vollständig sein – doch damit ist es noch nicht getan. Ein statisches Profil mit wenig Aktivität wirkt eingeschlafen. Ein Profil, das seine Follower aktiv einbindet, zieht hingegen Aufmerksamkeit auf sich und beweist: Wer präsent ist, bekommt auch Gehör.
Soziales Engagement lebt davon, Denkanstöße zu geben und Diskussionen anzustoßen. Es bietet Ihnen die Möglichkeit, als Autorität aufzutreten, Ihren Einfluss zu demonstrieren und Ihre Position in Ihrer Nische zu festigen.
Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihr soziales Engagement auf LinkedIn gezielt steigern können:
Ihre Marke als Unternehmen setzt sich aus vielen Einzelteilen zusammen – in Form Ihrer Recruiting-Berater. Jeder Berater ist dabei eine Marke für sich. Das Unternehmensprofil sollte die Mission und Werte Ihrer Organisation widerspiegeln und gleichzeitig als Grundlage dienen, auf der Ihre Berater ihre persönliche Marke aufbauen können. Sowohl Unternehmens- als auch Beraterprofile müssen ansprechend und aktiv sein und nützliche, praxisrelevante Informationen bieten, die sowohl für potenzielle Kunden als auch für Kandidaten echten Mehrwert schaffen.
Stellen Sie sicher, dass alle Profile vollständig und aktuell sind. Wenn es Ihren Kandidaten schwerfällt, sich selbst zu vermarkten, können Sie ihre Biografien einem professionellen Texter anvertrauen. Unternehmens- und Beraterprofile sollten stets in der ersten Person verfasst sein, da Social Media eine persönliche Plattform ist und Sie so menschlich und nahbar wie möglich wirken sollten.
Engagement erfordert per Definition den Beitrag mehrerer Parteien. Es reicht nicht, Inhalte lediglich zu teilen oder weiterzuposten – auch wenn das Teil Ihrer Strategie sein sollte und Ihnen hilft, Kontakte in Ihrer Nische zu knüpfen. Vielmehr sollten Sie frische, originelle Inhalte erstellen, die Ihren einzigartigen Standpunkt widerspiegeln. Wer Beiträge und Einblicke teilt, die das Interesse eines breiteren Publikums wecken, erhöht seine Reichweite und erweitert sein Netzwerk nachhaltig.
Treten Sie einer oder zwei Gruppen in Ihrer Nische bei, oder denken Sie darüber nach, eine eigene Gruppe zu gründen. Wer über seinen inneren Kreis hinausgeht, vergrößert seine Reichweite und kommt mit anerkannten Stimmen der Branche in Kontakt. Studien zeigen, dass die erfolgreichsten Recruiting-Agenturen diejenigen sind, die aktiv mit ihrem Publikum interagieren und es einbinden.
Ein weiteres nützliches Tool ist der „Aktiv"-Status, den LinkedIn anzeigt. Er zeigt Ihnen, wann ein Nutzer online ist, und signalisiert anderen, wann Sie verfügbar sind. Je zugänglicher und persönlicher Sie auftreten, desto einfacher fällt es anderen, mit Ihnen in Kontakt zu treten.
LinkedIn ist nicht der richtige Ort für Videos von skatenden Hunden oder Fotos vom Grillabend im Garten. Solche Inhalte haben durchaus ihren Platz in der Social-Media-Welt – aber nicht im geschäftlichen Kontext. Die Inhalte, die Sie veröffentlichen, sollten Ihre Denkweise, Ihre Methoden und letztlich Ihre Werte widerspiegeln – sowohl als Einzelperson als auch als Organisation. Wenn möglich, erstellen Sie die Inhalte selbst. Blogartikel sind eine hervorragende Möglichkeit, Ihrem Publikum Ihren Standpunkt zu aktuellen Themen zu vermitteln. Persönliche Einblicke sollten zudem die Kultur und die Überzeugungen des Unternehmens widerspiegeln und einen transparenten Blick auf Ihre Prozesse und die Herausforderungen geben, mit denen Sie konfrontiert sind.
Wenn Sie anderen in Ihrer Branche zeigen, dass Sie dieselben Schmerzpunkte kennen wie sie, können Sie sich als Lösungsanbieter positionieren, der stets den Finger am Puls der Personaldienstleistungsbranche hat.
Kann Social-Media-Engagement echten Wandel bewirken? Absolut. Entwickeln Sie eine Content- und Social-Media-Strategie, die ein vollständiges LinkedIn-Profil, aktives Engagement und aufschlussreiche Inhalte umfasst – und Sie werden schon bald die Nase vorn haben. Da Recruiting ein zutiefst menschliches Geschäft ist, sollten Sie sich die Zeit nehmen, zu zeigen, dass hinter Ihrem Profil ein echter Mensch steckt. Melden Sie sich zu Wort, vertreten Sie Ihre Meinung, teilen Sie Ihre Erkenntnisse – und tun Sie das regelmäßig.
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, rufen Sie uns an und sprechen Sie noch heute mit einem unserer Recruiter.